Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Claudio Zuan Antonio Monteverdi (Monteverde) wurde am 15. 5. 1567 in Cremona getauft. Er war der lteste Sohn des Arztes Baldassare Monteverdi. Seine musikalische Ausbildung, die Komposition, Gesang und Spiel der Viole umfate, erhielt er von Marc'Antonio Ingegneri. Er besuchte vermutlich auch die Universitt von Cremona. Bereits mit 15 Jahren wandte er sich der Komposition zu, fiel mit seinen Publikationen bald auf und wurde 1590 am Hof des Herzogs von Mantua, Vincenzo 1., als Snger und Violenspieler in den Dienst genommen. Er hatte sich bereits 1588 um den Posten des Kapellmeisters am Mailnder Dom, der durch den Weggang von Pietro Pontio frei geworden war, beworben. Trotz der guten Beziehungen seines Vaters erhielt Claudio Monteverdi die Stelle nicht. Er sei zu jung, hie es. In Wahrheit waren seine Komposiionen fr die Anhnger der Mailnder Schule zu fortschrittlich. Er mute sich mit der bescheidenen Stellung in Mantua abfinden. Die Congregazione de Accademia di Santa Cecilia in Rom verlieh ihm die Mitgliedschaft. Ein Ruf auf eine Stelle in Rom traf nicht ein. Vincenzo I. Gonzaga verfgte nicht ber die geistige und moralische Gre seiner Vorfahren. Mit ihm endete die glnzende Ge shichte seiner Familie, die er auch wirtschaftlich in den Ruin gestrzt hatte. Erbehandelte die an seinem Hof bediensteten Knstler wie Bediente und war auch auerstande, ihre Leistungen einzuschtzen. Einzig Peter Paul Rubens (1577-1640) lie sich von ihm nichts bieten. Er war Auslnder und daher unabhngig. Eine gleichzeitige Ttigkeit Monteverdis an der Hofkirche Santa Barbara wird angenommen. Ihm oblag aber die Komposition fr regelmig im herzoglichen Palast veranstaltete Musikauffhrungen. Im Jahre 1595 verheiratete sich Monteverdi mit einer Sngerin der herzoglichen Kapelle, mute jedoch den Herzog noch im gleichen Jahr im Gefolge des Haushaltes nach Ungarn begleiten, wo dieser am Trkenkrieg teilnahm. Eine zweite Reise als Hofbediensteter, die ihn 1599 ber Trient, Innsbruck, Basel, Nancy, Spa, Lttich, Antwerpen nach Brssel fhrte, war wegen der in diesen Stdten gesammelten musikalischen Eindrcke ergiebiger. Der Tod des herzoglichen Kapellmeisters Benedetto Pallavicino im Jahre 1601 bot ihm die Gelegenheit, sich um diese Stelle zu bewerben. Er wurde Kammer- und Kirchenkapellmeister des Herzoghofes.Diese gehobene Stellung schtzte den Meister jedoch nicht vor der weiteren schlechten Behandlung seitens des Herzogs, so da er sich 1608 nach Cremona zurckzog und 1612, nach dem Tod des Herzogs, ein Rcktrittsgesuch einreichte, das von Vincenzos Nachfolger Ferdinando genehmigt wurde. Versuche, in Mailand, Florenz oder Rom eine angemessene Stellung zu erhalten, scheiterten. Dafr whlten ihn 1613 die Prokuratoren von San Marco in Venedig zumKapellmeister des Domes und verliehen ihm damit die hervorragendste Stelle, die zu jener Zeit in Italien vergeben werden konnte. Das Honorar von 400 Dukaten jhrlich war frstlich. Der Rest seines Lebens war nunmehr von Kompositionsauftrgen und der Arbeit als Kapellmeister ausgefllt. In seinem Leben hatte sich seit dem Tod seiner Frau (1607) nur mehr wenig ereignet. Seine beiden Shne besuchten die Universitt. Francesco (1601, Mantua, bis um 1650, Venedig) wurde Jurist, trat in den Karmeliterorden ein, wandte sich der Musik zu und wurde 1623 in den Domchor an San Marco aufgenommen. Massimiliano (1604, Mantua, bis um 1655, Venedig) wurde Arzt. Er selbst trat 1633 in den Priesterstand ein. Am 29. 11. 1643 starb er in Venedig und wurde mit groer Feierlichkeit in der Kirche Santa Maria dei Fraribeigesetzt. Venedig wute, da die musikalische Welt einen der ganz Groen verloren hatte. Sein Bruder Giulio Cesare Monteverdi (getauft 31. 1. 1573, Cremona, bis um 1630, Sal) wirkte bis 1612 in Mantua neben Claudio Monteverdi als Snger, darauf als Organist in Castelleone und wurde 1622 Dokapellmeister in Sal. Nation: