Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Carl Philipp Emanuel Bach, zweiter Sohn des Johann Sebastian Bach, genannt der Berliner oder der Hamburger Bach, wurde am 8. 3. 1714 in Weimar geboren, an der Leipziger Thomasschule erzogen und von seinem Vater im Spiel der Tasteninstrumente (andere kamen wegen seiner Linkshndigkeit nicht in Betracht) und Komposition unterrichtet. Im Jahr 1731 begann er an der Leipziger Universitt das Studium der Jurisprudenz und setzte es 1734 an der Universitt in Frankfurt an der Oder fort, wo er reichliche Gelegenheit fand, sich als Cembalist und Cembalolehrer zu bettigen. Nach abgeschlossenem Studium begleitete er 1738 Reichsgraf Hermann Carl von Keyserling (1696-1764) als Hofmeister auf Studienreisen in das Ausland, sodann berief ihn der preuische Kronprinz Friedrich an seine Kapelle; nach dessen Thronbesteigung wurde er Kammercembalist des Knigs. Daneben hatte er Cembalounterricht zu geben; einer seiner Schler war der Herzog von Wrttemberg, Karl Eugen, der am preuischen Hof erzogen wurde. Neben den Mitgliedern der Hof kapelle, mit denen er enge Kontakte pflegte und befreundet war, verkehrte er auch im musikalischen Kreis um Anna Amalia von Preuen (1723-87), der Schwester Friedrichs des Groen, und deren Musiklehrer Johann Philipp Kirnberger und den Berliner literarischen Zirkeln um Karl Wilhelm Ramler (1725-98), Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) und Gotthold Ephraim Lessing (1729-81). Da der Hofdienst aber nicht erfllte, was er sich erhofft hatte, bewarb er sich 1750 um die Nachfolge seines Vaters als Thomaskantor in Leipzig, wurde aber abgewiesen. Auch andere Versuche, dem preuischen Knigshof zu entkommen, scheiterten. Dazu trat, da ihn der Knig als schsischen Untertanen zwar nicht zurckhalten konnte, wohl aber dessen Frau, die Preuin war. Wenn auch Carl Friedrich Fasch, der ab 1756 als zweiter Cembalist an den Hof kam, vom Knig oft vorgezogen wurde, weil dieser nachgiebiger war, so war Friedrich II. doch ein zu guter Fachmann, um nicht die Bedeutung Bachs zu erkennen, obwohl er sich oft ber dessen Unduldsamkeit in Fragen der Wiedergabe von Komponisten rgerte. Als jedoch Georg Philipp Telemann 1767 starb, setzte er es im Weg der Prinzessin Maria Amalia doch durch, da ihn der Knig ziehen und die Positionen des Verstorbenen als Musikdirektor an den fnf Hauptkirchen und als Kantor am Gymnasium Johanneum in Hamburg ber nehmen lie. Er gab in Hamburg am 28. 4. 1768 sein erstes ffentliches Konzert, dem zahlreiche in dem neuen Konzertsaal, Auf dem Kamp, einem der ersten Konzertrume Deutschlands, folgten. Zu seinem neuen Freundeskreis in Hamburg zhlten wieder um die Dichter Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Gottlieb Klopstock, Heinrich Wilhelm von Gerstenberg (1737-1823), Matthias Claudius (1740-1815) und Johann Heinrich Vo (1751-1826). Bach starb in Hamburg am 14. 12. 1788 als allgemein bekannte Erscheinung des Hamburger kulturellen Lebens und berhmter, als es sein Vater jemals war. Klopstock rhmte ihm nach: Carl Philipp Emanuel Bach, der tiefsinnige Harmonist, vereinte die Neuheit mit der Schnheit, war gro in der vom Wort geleiteten, noch grer in der khnen sprachlosen Musik. Nation: