Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Christoph Willibald Ritter von Gluck wurde am 2. 7. 1714 in Erasbach bei Berching, Oberpfalz, geboren. Sein Vater war Frster im Dienst verschiedener Adelshuser und hielt sich um das Jahr 1731, als ihn der Sohn verlie, um seinem Zwang zu entkommen und nach Prag zu gehen, in Eisenberg (Ruda vice) bei Komotau (Komotov) auf. Gluck studierte in Prag und brachte sich als Musiker durch. Ab 1736 hielt er sich in Wien auf und sodann in Mailand, wo er durch 4 Jahre bei Giovanni Battista Sammartini Unterricht nahm, um das in der Jesuitenschule in Komatau Erlernte zu ergnzen. Nachdem er einige Opern mit Erfolg herausgebracht hatte, begab er sich nach London, wo er zwei weitere Opern ohne nennenswerten Widerhall auf fhrte, dafr aber mit einer Reihe auf eine Tonleiter abgestimmte klingende Glser, auf denen er zu Orchesterbegleitung Melodien spielte, viel Publikum gewann. Sodann kehrte er auf den Kontinent zurck und trat der Operntruppe Mingotti bei, die in Pillnitz bei Dresden auftrat; 1748 wurde er ihr Orchesterdirigent, reiste mir ihr nach Hamburg und Kopenhagen; 1749 wechselte er zur Truppe von Giovanni Battista Locatelli ber und wurde 1751 ihr Dirigent. Nach einem Aufenthalt in Neapel lie er sich 1752 endgltig in Wien nieder, wo er 1754 Intendant der Theatral- und Akademiemusik des Burgtheaters wurde. Er geriet mit Ranieri de Calzabigi in Verbindung; mit dem Librettisten und Ballettmeister Gasparo Angiolini (9. 2. 1731, Florenz, bis 6. 2. 1803, Mailand) verfate er drei Tanzdramen fr Wien, pantomimische Ballette, die fr Oper und Ballett richtunggebend wurden: Le festin de pierre (Don Juan), Semiramis und L'Orfano della China (Das Waisenkind aus China), und drei Opern: Orpheus und Euridike, Alkeste und Paris und Helena, die den neuen von ihm festgelegten Opernstil begrndeten. Seine weiteren Opern brachte er in Paris heraus, wo wegen ihrer neuen Faktur die heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Anhngern der italienischen Oper, nach deren Hauptvertreter zu jener Zeit Niccol Piccinni Piccinnisten genannt, und den Gluckisten entbrannte. Knigin Marie Antoinette (1755-93), die in Wien seine Schlerin war, verschaffte ihm eine betrchtliche Rente und den Titel eines kaiserlichkniglichen Hofcompositeurs. Er kehrte 1780 endgltig nach Wien zurck und starb dort am 15. 11. 1787. Nation: