Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Jan Vclav Antonin Stamic (Johann Wenzel Anton Stamitz, Staimiz, Steiniz, Steinmetz) wurde am 19. 6. 1717 in Deutschbrod (Havlickv Brod) als Sohn des Organisten Antonin Ignic Stamic (um 1690, Deutschbrod, bis 1756, Deutschbrod) geboren. Nach einer ersten Ausbildung durch den Vater wurde er von 1728 bis 1734 am Jesuitenkolleg in Iglau (Jihlava) zum Musiker erzogen. In Brnn erhielt er von Carlo Tessarini grndlichen Unterricht im Violinspiel. Im Jahr 1741 trat er in die Dienste des spteren Kurfrsten von der Pfalz Karl Theodor und fiel bei dessen Hochzeitsfeierlichkeiten in Mannheim und ein Jahr darauf bei den Krnungsfestlichkeiten fr Kaiser Karl VII. in Frankfurt am Main als Violinvirtuose und Komponist auf. Er wurde Hofviolinist mit verhltnismig hoher Besoldung. 1748 wurde er zum Leiter der Hofkapelle in Stuttgart berufen. Er lehnte ab, weil seiner Forderung, weder mit Theatermusik noch mit Kirchenmusik befat zu werden, nicht entsprochen werden konnte. 1750 wurde er zum Instrumental-Music-Director in Mannheim bestellt, 1751 trat er zum ersten Mal im Concert spirituel in Paris auf, zum zweiten Mal hielt er sich in den Jahren 1754 und 1755 in Paris auf, wo er vor einem begeisterten Publikum das vorzgliche Orchester des Kunstmzens Alexandre Jean Joseph Le Riche de La Poupliniere (1693-1762) dirigierte. Er starb in Mannheim auf der Hhe seines Ruhms am 27. 3. 1757. Er hatte die kurpflzische Kapelle zu einem sinfonischen Orchester im modernen Sinn entwickelt, das bald europische Geltung erlangte und mit seinem Auffhrungsstil fr alle Orchester Europas richtunggebend wurde. Durch intensive Schulung der Musiker erreichte er eine bisher unbekannte Ensembleleistung, die Streicher spielten zum ersten Mal mit streng einheitlichem Klang, Crescendo und Decrescendo wurden von allen Instrumenten mit gleicher Dynamik vorgetragen, rhythmische Differenzen wurden peinlich genau akzentuiert, mit einem Wort, seine Auffhrungen kamen wie aus einem Gu. In der Kompositionstechnik verzichtete er vllig auf den Generalba. Selbstndige Blserchre mit eindringlicher Harmonik ersetzten die Fllstimmen. Seine Melodik war unkompliziert und kantabel und lehnte sich an Tanz und Lied an. Er darf ohne Einschrnkung als eigentlicher Begrnder des Mannheimer Stils der Komposition und der Auffhrungspraxis angesprochen werden. Nation: