Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Franz Peter Seraph Schubert wurde am 31.1. 1797 in Wien als Sohn des Schulmeisters Franz Peter Seraph Schubert wurde am 31. 1. 1797 in Wien als Sohn des Schulmeisters Franz Theodor Schubert (11.7.1769, Mhrisch-Neudorf, bis 9.7.1830, Wien) und der Maria Elisabeth Vietz (30.10.1756, Zuckmantel, bis 28.5.1812, Wien) geboren. Den ersten Musikunterricht erhielt er von seinem Vater und vom Chorregenten der Lichtentaler Pfarrkirche Michael Holzer (28.3.1772, Wien, bis 23.4.1826, Wien). Seine gute Sopranstimme verschaffte ihm Aufnahme in die Wiener Hofkapelle und in das Kaiserliche Konvikt der Chorknaben der Kapelle. Dort wurde er von Antonio Salieri und dem Hoforganisten Vaclv Ruzicka (1758-1823) in Generalba und Komposition unterrichtet. Nach der Mutierung (1813) mute er das Konvikt verlassen. Einen Freiplatz in der Lateinschule schlug er aus; er erhoffte sich mehr Freiheit fr seine kompositorische Ttigkeit, mit der er bereits begonnen hatte, wenn er sich zum Schuldienst meldete. Er wirkte 3 Jahre als Hilfslehrer seines Vaters an der Lichtentaler Trivialschule, dann gab er diese Arbeit, fr die er wenig geeignet war, auf, es kam deshalb mit dem Vater, der ihm Arbeitsscheu vorwarf und bereits whrend des Konviktsaufenthalts wegen des schlechten Lerneifers des Sohnes in anderen Gegenstnden auer der Musik uerst unzufrieden gewesen war, zu neuerlichen Konflikten. Er wurde aus der vterlichen Wohnung ausgewiesen. Bei seinem Vorhaben, fortan als freier Komponist zu leben, war ihm vorlufig lediglich sein Freund Franz von Schober (1786 bis 1882) behilflich, der ihn jahrelang beherbergte und erhielt. ber ihn kam Schubert mit dem Hofopernbariton Johann Michael Vogl (10.8. 1768, Steyr, Obersterreich, bis 19.11.1840, Wien) in Verbindung, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit seine Lieder vortrug und bekannt machte. Auch der Maler Moritz von Schwind (1804-71), die Dichter Johann Mayrhofer (1787-1836) und Eduard von Bauernfeld (1802-90) sowie alle anderen, die sich dem Freundeskreis anschlossen, halfen, soviel sie konnten, Schubert vor der rgsten Not zu bewahren, der fortfuhr zu komponieren, ohne da der grte Teil seiner Werke ber seinen Freundeskreis hinaus der ffentlichkeit bekannt wurde. Im Jahr 1818 nahm er den Posten eines Klavierlehrers bei der Familie des Grafen Johann Karl Esterhzy (1775-1834) auf ihrem Sommersitz in Zselsz, Ungarn, an. Die Hausmusik, die die Familie zuweilen veranstaltete, und der Unterricht der beiden Tchter sagten ihm zu, weniger aber seine Einstufung als Bediensteter im Haushalt und am wenigsten die Trennung von seinem Freundeskreis, fr den er seine Musik schrieb. Er nahm dieses Engagement fr den Sommer des Jahres 1824 ein zweites Mal an. Abgesehen von diesen zwei ungarischen Aufenthalten verlie er Wien nur fr einige Reisen nach Obersterreich und Salzburg und eine in die Steiermark. Mehrere Versuche, eine feste Anstellung zu erhalten, scheiterten. Leopold von Sonnleithner (15.11.1797, Wien, bis 4.3.1873, Wien), Groneffe von Christoph Sonnleithner, vermittelte den Druck einiger Lieder. Erst fr den 26.3.1828 gelang es dem sich stndig erweiternden Freundeskreis des Komponisten, ein ffentliches Konzert mit einigen seiner Werke zu veranstalten, das starken Beifall fand, finanziell einen betrchtlichen Erfolg einbrachte und den Musikverleger Anton Diabelli bewog, weitere Kompositionen anzukaufen. Franz Schuberts Name wurde allmhlich bekannt, es bahnten sich auch internationale Beziehungen an, so wie sich manches zu seinen Gunsten angebahnt hatte und letztlich nicht zur Ausfhrung gelangte, - als wre um ihn eine Barriere gezogen, die unberschreitbar war, weil sie die Wirklichkeit von der irrealen Existenz des Mannes abtrennte. Jedenfalls war seine Zeit abgelaufen. Er starb am 19. 11. 1828, uerlich gesehen an Typhus, in Wahrheit, weil seine Sendung erfllt war. Seine letzte Ruhesttte fand er nahe dem Grab Ludwig van Beethovens, den er ein Jahr zuvor zum Friedhof als Fackeltrger begleitet hatte. Die Welt, die ihm alles schuldig geblieben ist, was er mit Fug und Recht fordern htte drfen, hat durch Jahrzehnte diese Schuld nicht abgegolten, weil sie die Gre seines gewaltigen Werks nicht erkannte. Es wurde nur krftig an seinen Werken verdient und dafr das Bild seiner Persnlichkeit zur Unkenntlichkeit verzerrt, indem ihn bedenkenlose Anekdotenkrmer zum Clown der Musikgeschichte degradierten und seine Musik verkitscht wurde. Es liegt an uns, dieser singulren Musikerpersnlichkeit den ihr gebhrenden Platz in der Geschichte der Musik zuzuweisen. Sein Bruder Ferdinand Lukas Schubert (18. 10. 1794, Wien, bis 26.2.1859, Wien) wurde ebenfalls von seinem Vater ausgebildet. Er wirkte als Regens chori und Lehrer an Kirchen und Schulen in Wien. Nation: