Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Jakob Ludwig Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde am 3.2.1809 in Hamburg geboren. Er war Enkel des Philosophen Moses Mendelssohn (6.9.1729, Dessau, bis 4.1.1786, Berlin). Sein Vater Abraham Mendelssohn (10.12. 1776, Berlin, bis 19.11.1835, Berlin) bersiedelte von Hamburg nach Berlin, wo er sich als Bankier niederlie, mit seiner Familie zum Protestantismus konvertierte und den Namen Bartholdy seinem Namen hinzufgte. Den ersten Klavierunterricht erhielt er von seiner Mutter Lea, geborene Salomon (26.3.1777, Berlin, bis 10. 12.1842), dann wurden Ludwig Berger im Klavierspiel, Carl Wilhelm Henning und spter Eduard Rietz (17.10.1802, Berlin, bis 23.1.1832) im Violinspiel und Carl Friedrich Zelter in Kompositionslehre seine Lehrer. Zeitweilig nahm er auch bei Johann Nepomuk Hummel und in Paris bei Marie Bigot de Morogues Klavierstunden. Als Neunjhriger wirkte er zum ersten Mal als Pianist bei einer Auffhrung eines Trios von Joseph Wlfl ffentlich mit. Da in seinem Vaterhaus jeden Sonntag Konzerte stattfanden, zu denen eine kleine Kapelle engagiert wurde, hatte der junge Musiker die Mglichkeit, seine ersten Kompositionsversuche aufzufhren. Im Jahr 1820 trat er der Berliner Singakademie bei, die auch Motetten von Johann Sebastian Bach auffhrte. Der Leiter der Akademie, Carl Friedrich Zelter, nahm ihn 1821 nach Weimar zu Johann Wolfgang von Goethe mit, der sein Klavierspiel sehr lobte. Die ersten ffentlichen Auffhrungen eigener Werke fanden 1822 in Berlin statt, seine erste Sinfonie schrieb er 1824 und seine einzige Oper wurde 1827 in Berlin gegeben; 1829 setzte er in der Berliner Singakademie die erste Wiederauffhrung der Matthus-Passion nach Bachs Tod durch und leitete damit die Bach-Renaissance des 19. Jahrhunderts ein. Noch im selben Jahr reiste er zum ersten Mal nach England, von wo sich nach der Auffhrung seiner Ersten Sinfonie und der Ouvertre zum Sommernachtstraum sein Ruf als Komponist verbreitete. Von London unternahm er mit Karl Klingemann eine Reise durch Schottland. Nachdem er eine ihm zugedachte Professur in Berlin abgelehnt hatte, ging er 1830 neuerlich auf eine Reise, die ihn nach mehrwchigem Aufenthalt bei Goethe in Weimar nach Italien, Paris und London fhrte. Als er 1833 zurckkehrte, wurde ihm die Leitung der rheinischen Musikfeste in Dsseldorf bertragen. Er bernahm auch die Stellung eines Musikdirektors von Dsseldorf, trat sie jedoch im folgenden Jahr an Julius Rietz ab und begab sich nach Leipzig, wo er Kapellmeister der Gewandhauskonzerte wurde. Als erster Berufskapellmeister leitete er das Orchester von einem Podium aus. Seine seltene Dirigierbegabung und seine umfassende musikalische Bildung sowie sein Ruf als schaffender Knstler machten ihn zum Mittelpunkt des Musiklebens in Leipzig und die Stadt selbst zu einem musikalischen Zentrum von weltweiter Bedeutung. In Ferdinand David fand er einen tchtigen Konzertmeister und Stellvertreter. Er bentzte seine Stellung, um die Werke zahlreicher zeitgenssischer Komponisten bekannt zu machen. In diese Zeit fielen auch die Urauffhrung der von Robert Schumann aufgefundenen 9. Sinfonie in C-Dur (D 759) von Franz Schubert und zahlreiche Konzerte mit Werken von Johann Sebastian Bach, um die Mittel fr ein Bach-Denkmal zu sammeln, das 1843 errichtet wurde. Im selben Jahr wurde das Leipziger Konservatorium mit seiner Mitwirkung gegrndet, das erste seiner Art in Deutschland. Knig Friedrich Wilhelm N. von Preuen versuchte mehrmals, Mendelssohn-Bartholdy fr Berlin zu gewinnen, vermochte aber nur zu erreichen, da dieser zwischen 1841 und 1845 mehrfach dort ttig war, sonst aber in Leipzig verblieb, wo er am 4.11. 1847 starb und 1892 sein Denkmal erhielt, nachdem ihm London diese Ehrung bereits 1860 erwiesen hatte. Das Denkmal in Leipzig wurde 1936 zerstrt und 1947 neu errichtet. Seine Schwester Fanny Ccile Hensel, geborene Mendelssohn-Bartholdy (14.11.1805, Hamburg, bis 14.5.1847, Berlin), erhielt gemeinsam mit ihm Musikunterricht, war eine ausgezeichnete Pianistin und als Komponistin sehr begabt. Sie nahm am Werk des Bruders stndig teil. Nation: