Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Frdric Franois Chopin (Fryderyk Franciszek) wurde am 1. 3. 1810 in Zelazowa-Wola bei Warschau geboren. Sein Vater Nicolas Chopin (1771-1844), Enkel eines polnischen Einwanderers in Frankreich namens Szopen, war 1787 in die ursprngliche Heimat seiner Familie zurckgekehrt und bettigte sich als Franzsischlehrer. Seine Mutter Tekla Justyna Krzyzanowska (1780-1861) entstammte dem polnischen Adel. Den ersten Unterricht erhielt er vom Klavierlehrer Adalbert Zywny (1756, Bhmen, bis 1840, Warschau). Bereits mit 8 Jahren spielte er ffentlich ein Konzert von Vojtech Matyas Jirovec. Mit 12 Jahren trat er in das Konservatorium in Warschau ein und wurde Schler von Jzef Elsner. Im Jahr 1825 trat er neuerlich ffentlich auf, spielte einen Konzertsatz von Ignaz Moscheles und improvisierte auf dem kurz zuvor erfundenen Aeolodion (Tasteninstrument, Vorlufer des Harmonium). Im gleichen Jahr verffentlichte er sein Opus 1, ein Rondo in c-Moll. Seine erste Konzertreise fhrte ihn ber Breslau (Wroclaw), Dresden nach Berlin und Wien, wo er berall mit grten Erfolgen auftrat und mit der mitteleuropischen Musikwelt in Fhlung kam. Die nchste Reise war ausgedehnter geplant und hatte Paris als Ziel. In Stuttgart erreichte ihn die Nachricht vom Ausbruch und Scheitern der Freiheitsbewegung in der Heimat; er reiste ohne weitere Aufenthalte nach Paris weiter und lie sich dort nieder. Sein Ruf als Pianist und Klavierkomponist war bereits vor ihm in der franzsischen Metropole angekommen. Er wurde von den dort lebenden und wirkenden Musikern wie Luigi Cherubini, Vincenzo Bellini, Giacomo Meyerbeer, Franz Liszt, Ferdinand Hiller, Friedrich Wilhelm Pixis, Franois de Sales Baillot, Henri Brod, Auguste Franchomme und George Alexander Osborne sowie anderen in ihren Kreis aufgenommen. Am 28.2.1832 gab er sein erstes Konzert, das wohl Begeisterung erregte, aber keinen befriedigenden finanziellen Erfolg einbrachte. Er spielte bereits mit dem Gedanken, in seine Heimat zurckzukehren oder nach Amerika zu gehen. Die Wendung brachte jedoch eine Soire bei Baronin de Rothschild. Damit war er in die hchsten Gesellschaftskreise der Stadt eingefhrt und konnte sich des Schlerzustroms kaum mehr erwehren. Auch seine Konzerte waren nunmehr gut besucht, seine Kompositionen, die er laufend herausbrachte, fanden befriedigenden Absatz. Er unternahm Konzertreisen nach Deutschland und kam 1837 nach England, wo sich die ersten Anzeichen seiner Erkrankung zeigten. Eine Kur auf Mallorca brachte eine vorbergehende Besserung, aber keine Heilung, die Krankheit schritt unaufhaltsam fort. Nach einer zweiten Englandreise erlag er am 17. 10. 1849 in Paris seinem Leiden. Zu seiner Totenfeier wurde bei groer Anteilnahme in der Madeleine das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart gesungen. Sein Grab fand er auf dem PereLachaise, sein Herz wurde nach Warschau gebracht und in der Heiligengeistkirche beigesetzt. Nation: