Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Robert Alexander Schumann wurde am 8. 6. 1810 in Zwickau als Sohn des Buchhndlers Friedrich August Gottlob Schumann (2.3. 1773, Endschtz bei Gera, bis 10.8.1826, Zwickau) und der Johanna Christina Schnabel (28.11. um 1767, Zeitz, bis 4.2.1836, Zwickau) geboren. Mit 7 Jahren erhielt er den ersten Musikunterricht von dem Organisten Johann Georg Kuntsch (1775, Wilschdorf bei Dresden, bis 1855, Zwickau), der ihn mit den Werken von Carl Philipp Emanuel Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn bekannt machte. Die vterliche Buchhandlung bot ihm jede Mglichkeit, seine Bildung neben dem Unterricht des Gymnasiums, das er besuchte, zu erweitern; unter den Dichtern whlte er Jean Paul Richter (1763-1825), Joseph von Eichendorff und Heinrich Heine als seine Lieblinge. Daneben lief sein Musikstudium, das bereits 1821 mit der Komposition 150. Psalm fr Sopran, Alt, Klavier und Orchester seine erste Frucht zeitigte. Der Vater wollte Carl Maria von Weber ersuchen, seinem Sohn Klavierunterricht zu erteilen, es kam aber nicht mehr dazu, weil dieser bereits krnkelte und berdies vorhatte, nach England zu reisen. Der Tod des Vaters zwang Robert Schumann berdies, an ein Brotstudium zu denken; er begab sich nach Leipzig, um Rechtswissenschaft zu studieren, und kam dort mit Heinrich Marschner und dem Klavier- und Gesanglehrer Friedrich Wieck (18.8.1785, Pretsch bei Wittenberg, bis 6.10. 1873, Loschwitz bei Dresden), bei dem er Klavierunterricht nahm, in Verbindung. In Heidelberg, wo er sein Universittsstudium fortsetzte, widmete er sich immer mehr der Musik, bis er schlielich von der Mutter die Erlaubnis erhielt, das Studium aufzugeben und nach Leipzig zu Friedrich Wieck zurckzukehren. Unterricht in Kontrapunkt und Harmonielehre erhielt er von Heinrich Dorn. Der Erfolg in seiner pianistischen Ausbildung blieb unbefriedigend und fand schlielich sein Ende, weil eine Lhmung in der rechten Hand - angeblich durch ein bungsexperiment selbst verschuldet - auftrat; auf eine Virtuosenlaufbahn mute er verzichten. Die wurde von Clara Wieck, der Tochter des Lehrers, mit grtem Erfolg eingeschlagen, die binnen kurzer Zeit eine der bedeutendsten Pianistinnen der Zeit wurde. Der Vater war auch unbedingt dagegen, da sie Robert Schumann heiratete, und mute im Weg des Gerichts zur Einwilligung gezwungen werden, weil nach seiner Voraussicht keine Gewhr gegeben war, da dieser eine Familie zu erhalten in der Lage sein wrde. Unvoreingenommen betrachtet, mu ihm auch recht gegeben werden; Schumann htte es nie vermocht, fr seine stndig anwachsende Familie aufzukommen, wre nicht seine Frau mit den Erlsen ihrer glnzenden Konzertttigkeit eingesprungen. Um sich eine Existenzgrundlage zu schaffen, grndete er mit Friedrich Wieck, dem Pianisten Julius Knorr (22.9.1807, Leipzig, bis 17.6.1861, Leipzig) und Ludwig Schunke die Neue Zeitschrift fr Musik, herausgegeben durch einen Verein von Knstlern und Kunstfreunden, als Organ der Davidsbndler, einer fiktiven Vereinigung zum Kampf gegen das philistrse Brgertum, deren Dialoge zum Rahmen fr Musik- und Kulturkritik gemacht wurden. Er hatte schon frher laufend musikwissenschaftliche und kritische Essays verffentlicht und war dadurch zum Vorbild einer konstruktiven Musikkritik geworden. Er redigierte diese Zeitschrift bis 1844, deren Programm lautete: An die alte Zeit und ihre Wege mit allem Nachdruck erinnern, darauf aufmerksam machen, wie nur an so reinen Quellen neue Kunstschnheiten gekrftigt werden knnen, sodann die letzte Vergangenheit, die nur auf Steigerung uerlicher Virtuositt ausging, als eine unknstlerische zu bekmpfen, endlich eine neue poetische Zeit vorzubereiten, beschleunigen zu helfen. Er machte darin seine Leser mit einer Reihe bedeutender Zeitgenossen bekannt, darunter vor allem Johannes Brahms. Felix MendelssohnBartholdy holte ihn 1843 als Lehrer an das neugegrndete Leipziger Konservatorium. Nach einer langen und ausgedehnten Konzertreise bis nach St. Petersburg, auf der er seine Frau begleitete, bersiedelte er 1844 nach Dresden, wo er die Liedertafel leitete und privaten Unterricht erteilte. Die 1850 bernommene Stelle des Stdtischen Musikdirektors von Dsseldorf konnte er wegen seines inzwischen ausgebrochenen Leidens nur mangelhaft ausfllen; 1854 strzte er sich in selbstmrderischer Absicht in den Rhein, wurde gerettet und in die Nervenheilanstalt in Endenich bei Bonn gebracht, wo er am 28. 7. 1856 starb. Er wurde auf dem Friedhof vor dem Sternentor in Bonn beigesetzt, wohin. ihn ein von Johannes Brahms und Joseph Joachim angefhrter Trauerzug begleitete. Nation: