Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Wilhelm Richard Wagner wurde am 22. 5. 1813 in Leipzig geboren. Sein Vater, Stadtgerichtsaktuar Carl Friedrich Wilhelm Wagner (18.6. 1770, Leipzig, bis 23.11.1813, Leipzig) starb ein knappes halbes Jahr nach dessen Geburt; die Mutter Johanna Rosine, geborene Ptz(19.9.1774, Weienfels, bis 9.1.1848, Leipzig) heiratete den Schauspieler Ludwig Geyer (21.1.1779, Eisleben, bis 30.9.1821, Dresden), so da nicht gesichert werden kann, wessen Sohn Richard Wagner war. Jedenfalls trug er den Namen Geyer whrend er in Dresden aufwuchs und von 1822 bis 1827 die Kreuzschule besuchte; Wagner nannte er sich erst, nachdem seine Mutter nach Leipzig bersiedelt war und er dort von 1828 bis 1830 das NikolaiGymnasium besuchte. Nach einem halben Jahr an der Thomasschule immatrikulierte er an der Universitt als Musikstudent und erhielt von Theodor Weinlig Kompositionsunterricht. Im Jahr 1833 wurde er Korrepetitor am Theater in Wrzburg, wo sein Bruder Albert Wagner (2.3.1799, Leipzig, bis 31.10. 1874, Berlin) als Schauspieler, Snger und Regisseur ttig war; 1834 wurde er Musikdirektor in Magdeburg, 1836 Kapellmeister in Knigsberg (Kaliningrad) und 1837 in Riga, von wo er 1839 wegen seiner Schulden auf dem Seeweg ber London nach Paris flchtete. Dort brachte er sich durch Gelegenheitsarbeiten - Notenkopieren, Arrangements fr Musikverleger, Komposition franzsischer Romanzen, Zeitungsartikel, Bearbeitung eines Klavierauszugs - durch. Er schrieb in jener Zeit unter anderen Werken die Opern Rienzi, die in Dresden angenommen wurde, und Der Fliegende Hollnder, die Berlin ber Empfehlung von Giacomo Meyerbeer zur Erstauffhrung bernahm. Er kehrte 1842 nach Dresden zurck, wo er den Rienzi und den Hollnder, den er in Berlin zurckgezogen hatte, auffhrte, Hofkapellmeister der Dresdner Oper wurde und Tannhuser und Lohengrin schrieb. Seine Ttigkeit als Dirigent wurde sehr gnstig beurteilt. Anllich der revolutionren Bewegung des Jahres 1848 machte er sich durch einige Artikel fr aufrhrerische Volksbltter verdchtig und mute flchten. Die Behauptung, da er auf den Barrikaden des Freiheitskampfes gestanden sei, ist ein Mrchen. Er begab sich zunchst zu Franz Liszt nach Weimar, der Lohengrin herausbrachte, und sodann nach Zrich, das er 1858 wegen seines Liebesverhltnisses mit Mathilde Wesendonck (1828-1902), der Frau seines Freundes und Gastgebers Otto Wesendonck (1815-96), verlassen mute. Nach Aufenthalten in Venedig, Luzern, Paris und Brssel war er wieder in Paris, wo er die zweite Fassung des Tannhuser auf die Bhne.brachte. Inzwischen wurde er in Sachsen ber Betreiben seiner Frau Minna, geborene Planer (5.9.1809, Oederan, bis 25.1.1866, Dresden), amnestiert und durfte nach Deutschland zurckkehren. Er hielt sich zunchst in Karlsruhe und Wien auf, wo er zum ersten Mal eine Auffhrung des Lohengrin erlebte. Er beschftigte sich mit der Komposition der Meistersinger, die er - durch eine Konzertreise unterbrochen - in Wien fortsetzte, bis ihn 1864 Knig Ludwig II. von Bayern, der eben seine Regierung angetreten hatte, nach Mnchen einlud. Mit Hilfe des Knigs konnte der Komponist alle seine Plne ausfhren. Die Oper Tristan ging 1865 in Mnchen zum ersten Mal in Szene. Dann bersiedelte er nach Tribschen bei Luzern, um die Meistersinger zu vollenden und die Arbeit am Ring weiterzufhren. Cosima Blow (1837-1930), die Tochter von Franz Liszt, die er bereits in Mnchen kennengelernt hatte, folgte ihm. Im Jahr 1872 konnte auch die Absicht, in Bayreuth eine Sttte des nationalen Theaters zu errichten, mit der Grundsteinlegung des Festspielhauses verwirklicht werden, 1876 erfolgte die erste vollstndige Auffhrung der Tetralogie Der Ring des Nibelungen als Auftakt zu den Bayreuther Festspielen, 1882 kam es zur Premiere des Parsifal. Richard Wagner war mit Cosima, die er nach ihrer Scheidung von Hans von Blow geheiratet hatte, nach Bayreuth bersiedelt. Er starb am 13.2.1883 in Venedig und wurde am 18.2.1883 im Garten seiner Villa Wahnfried in Bayreuth beerdigt. Nation: