Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Johannes Brahms wurde am 7.5.1833 in Hamburg als Sohn des Kontrabassisten und Gasthausmusikanten Johann Jakob Brahms (1806, Hamburg, bis 1872, Hamburg) und der Johanna Henrika Christiane Nissen (1789, Hamburg, bis 1865, Hamburg) geboren. Er war das zweite von drei Kindern dieser Ehe; sein jngerer Bruder Friedrich Brahms (1835, Hamburg, bis 1886, Hamburg) war als Musik lehrer in Hamburg ttig. Den ersten Musik unterricht erhielt er von seinem Vater, dann bernahm Eduard Marxsen seine Ausbildung zum Pianisten. Frhzeitig verdiente er als Klavierspieler in den Gasthusern der Stadt einiges Geld fr seine Familie. Er fiel dem ungarischen Violinisten Eduard Rmenyi auf, der ihn 1853 auf eine Konzertreise als Klavierbegleiter mitnahm. Auf dieser Knstlerfahrt lernte er Joseph Joachim kennen, mit dem ihn zeitlebens eine enge Freundschaft verband. ber Joachim kam er mit Franz Liszt in Verbindung, mit dem er sich aber nicht verstand. Dafr wurde er von Robert und Clara Schumann begeistert aufgenommen und gefrdert. Seine enge Verbindung mit Clara Schumann dauerte bis zum Tod der gefeierten Pianistin an. uerst wichtig wurde fr ihn seine Begegnung mit Hans von Blow, der sich seiner Werke sehr annahm und sich gerne seinen allergetreuesten Taktstock nannte. Als Fnfundzwanzigjhriger erhielt er die Stelle eines Hofmusikdirektors in Detmold, die ihn wenig in Anspruch nahm, so da er viel Zeit seiner kompositorischen Ttigkeit widmen konnte; die Konzertsaison dauerte nur von September bis Dezember, man bezahlte ihm jedoch Geld fr das ganze Jahr. Als ihm bei der Wahl des neuen Leiters der Hamburger Philharmonie der Snger und Gesanglehrer Julius Stockhausen (22.7.1826, Paris, bis 22.9.1906, Frankfurt am Main) vorgezogen wurde, ging er nach Wien und bernahm die Chormeisterstelle der Singakademie, gab jedoch den Posten ein Jahr darauf wieder auf und machte eine Konzertreise von mehreren Jahren. Im Jahr 1878 lie er sich endgltig als freier Komponist in Wien nieder, trat nur mehr selten als Pianist und als Dirigent eigener Werke vor die ffentlichkeit und verlie die Stadt nur mehr fr eine kurze Konzertttigkeit oder zum Zweck der Erholung. Er war schon lngst zu einem der beliebtesten Komponisten der Stadt und des gesamten deutschen Sprachraums geworden. Von allen Seiten kamen ihm Ehrungen und Orden zu, aus denen er sich wenig machte - er bewahrte die Orden in einer Zigarrenschachtel auf und trug sie nie. Eine Familie hat er nie begrndet, ein kleiner Kreis gleichgesinnter Freunde mute sie ihm ersetzen. Dennoch bedrckte ihn die Einsamkeit, der er vergebens durch Reisen zu entrinnen suchte. Und nachdem die Freundin seiner gesamten knstlerischen Laufbahn, Clara Schumann, verstorben war, wurde das noch schlimmer: Oft denke ich mir, ich bin zu beneiden, da mir fast niemand mehr sterben kann, den ich so ganz von innerstem Herzen heraus liebe; aber es ist doch eigentlich hlich, und man soll so was weder denken noch sagen. Ist es denn ein Leben so allein? Die einzige richtige Unsterblichkeit ist in den Kindern. Als er am 3.4.1897 in Wien starb, wurde dennoch ein Unsterblicher neben den Grbern Beethovens und Schuberts auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet, denn er hinterlie eine stattliche Anzahl Kinder im Reich der Musik, die von seinem Schaffen ausgehend die mitteleuropische Musikszene bis weit in das 20. Jahrhundert hinein bereicherten. Nation: