Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Pjotr Iljitsch Tschaikowski wurde am 25.4.1840 in Wotkinsk (heute Udmurtische ASSR) geboren. Er erhielt den blichen Klavierunterricht der Kinder seiner Gesellschaftsklasse, ohne eine auffallende musikalische Begabung aufzuweisen. In Moskau, wohin er 1850 mit den Eltern bersiedelte, schlug er die Beamtenlaufbahn ein und nahm 1859 eine Sekretrsstelle im Finanzministerium in St. Petersburg an. Er betrieb bereits whrend seines Studiums sehr viel Musik; im Jahr 1863 gab er den Staatsdienst auf und trat in das Konservatorium ein, das von Anton Rubinstein geleitet wurde. Als Nikolai Rubinstein das Konservatorium in Moskau erffnete, holte er sich den Schler seines Bruders als Lehrer fr Musiktheorie. Durch 11 Jahre betreute Tschaikowski diese Stelle, die ihm den Vorteil bot, da der Direktor alle seine Kompositionen zur Auffhrung-brachte. Ab 1872 arbeitete er auch als Musikkritiker; 1867 besuchte er Bayreuth und 1877 nach seiner kurzen unglcklichen Ehe mit der Studentin Antonia Iwanowna Miljukowa (1849-1917) die Schweiz und Italien. In jener Zeit begann seine langjhrige Freundschaft mit seiner entfernten Verwandten Nadjeschka Filaretowa von Meck (29.1.1831, Snamenskoje bei Smolensk, bis 13.1. 1894, Wiesbaden), mit der er unzhlige Briefe wechselte, aber nie zusammentraf, abgesehen von einer stummen Begegnung in Florenz; sie war reich und untersttzte ihn wie auch andere Knstler mit einer Jahresrente. In den folgenden Jahren hielt er sich in Kamenka (Ukraine) oder auf verschiedenen Gtern der Frau von Meck, auf den eigenen Landhusern bei Klin Maidanowo und Frolowskoje und als Dirigent eigener Werke in russischen Stdten, dann im Ausland, vorwiegend in Westeuropa, auf; 1891 dirigierte er in New York, Baltimore und Philadelphia. Sein Name erhielt Weltgeltung, sein Freundeskreis aus Komponisten, Instrumentalisten, Sngern und Sngerinnen und Dirigenten erweiterte sich stndig. Seine stetig wachsende Berhmtheit, die Erfolge seiner Opern, Sinfonien und Kammermusiken, die wirtschaftliche Sicherheit, die Betreuung seitens seiner Familie vermochten seine stndige Unzufriedenheit mit der Umwelt und mit sich selbst, seine selten von ihm weichende Melancholie aufzuheitern; seine pessimistische, an Nihilismus grenzende Lebensanschauung hatte sich schon in frhen Jahren deutlich ausgedrckt: Die Vergangenheit bedauern, auf die Zukunft hoffen, nie mit der Gegenwart zufrieden sein. Hufige Erkrankungen, die zum groen Teil aus seiner Geisteshaltung resultierten, Enttuschungen hnlich denen, die viele Menschen treffen, aber bei seiner Sensibilitt um ein Vielfaches schwerer wogen, verbitterten sein Leben. Der Selbstmord lag andauernd im Bereich seines Denkens als befreiende Tat. Es mag daher die Annahme der Wahrheit nahe kommen, da er mutwillig, gleichsam als Herausforderung des Schicksals, in St. Petersburg 9 Tage nach der Urauffhrung seiner 6. Sinfonie trotz grassierender Choleraepidemie unabgekochtes Wasser trank. Er erlag der Seuche am 25.10.1893. Nation: