Komponisten A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Leben Werke Geschichte Einspielungen Literatur Zuletzt Fachwort Werke - Benutzer Rechte Komponist Nach-/Vorname: geboren: gestorben: Leben: Arnold Franz Walter Schnberg (Schoenberg) wurde am 13.9.1874 in Wien geboren. Er begann sehr frh Violine zu spielen und ging bald daran, sich autodidakt theoretisch auszubilden, denn eine Mglichkeit, Musikunterricht zu nehmen, bot sich ihm nicht; nur sein zuknftiger Schwager Alexander Zemlinsky gab ihm einige Anleitungen. Wenige Komponisten haben mit so wenig Unterricht zu komponieren begonnen. Er gab seine Stellung bei einer Bank auch sehr bald auf, um sich der Musik allein zu widmen, und mute sich durch Instrumentation und Arrangements von Operetten und Schlagermusik durchbringen. Im Jahr 1901 erhielt er endlich in Berlin die Stelle als Musikalischer Leiter des von Ernst von Wolzogen (1855-1934) gegrndeten satirischen Kabaretts berbrettl und durfte gleichzeitig ber die Vermittlung von Richard Strauss am Sternschen Konservatorium gegen bescheidenes Honorar als Lehrer wirken. Zwei Jahre darauf kehrte er nach Wien zurck und lebte dort durch 8 Jahre als Lehrer, Dirigent und Komponist; zustzlich bettigte er sich als Maler. Er versuchte, auch seine inzwischen entstandenen Kompositionen auf das Konzertpodium zu bringen. Obwohl er sich damit vom Zeitgeschmack wenig entfernte, erntete er nur Ablehnung. Allein die 1911 vollendeten Gurrelieder wurden einigermaen freundlich aufgenommen. Nachdem er kurze Zeit als Leiter von Kompositionskursen an der Wiener Musikakademie gewirkt hatte, bersiedelte er ein zweites Mal nach Berlin und unternahm von dort mehrere Konzertreisen als Dirigent; er konnte dabei sogar einige seiner Werke mit Erfolg auffhren, wie Pellas und Melisande 1912 in Amsterdam. Whrend des Ersten Weltkriegs wurde er zweimal vorbergehend zum Militrdienst eingezogen und lie sich 1918 erneut in Wien nieder, wo er den Verein fr musikalische Privatauffhrungen grndete, zu dessen Konzerte nur die Mitglieder Zutritt erhielten. Es wurden dabei nicht nur strungslos seine Werke, sondern auch solche anderer Avantgardisten zur Diskussion gestellt. Auf allgemeines Publikum wurde verzihtet. Im Jahr 1925 wurde ihm eine Meisterklasse an der Berliner Akademie der Knste angeboten. Er behielt diese Stellung, bis er 1933 Deutschland verlassen mute. Er ging zunchst nach Paris, dann in die USA, deren Staatsbrger er wurde; er nderte seinen Namen in Schoenberg, um ihm den deutschen Klang zu nehmen. Bis 1941 war er als Lehrer an der University of South Califorma ttig und widmete sich darauf einem privaten Schlerkreis und der Komposition. Er starb in Los Angeles am 13.7.1951 als Begrnder und Ausgangspunkt einer Musikepoche, fr die die Musikgeschichte ein neues Kapitel beginnen mute. Es wre daher berflssig, seine Schler aufzuzhlen, es gibt nur wenige Komponisten der folgenden Generation, die nicht mehr oder weniger von ihm beeinflut wurden. Seine Zeitgenossen waren es insoweit, wie sie ihn als Zerstrer der Musik ablehnten oder sich mit fanatischer Gefolgschaftstreue um ihn scharten. Zu seinem Verdru wurde er mit wenigen Ausnahmen von keiner Seite verstanden. Das Verstndnis fr meine Musik leidet noch immer darunter, da mich die Musiker nicht als einen normalen, urgewhnlichen Komponisten ansehen, der seine mehr oder weniger guten Themen und Melodien in einer nicht allzu unzureichenden musikalischen Sprache darstellt..., sondern als einen modernen Zwlftonexperimentierer. Er wehrte sich stets dagegen, als Revolutionr zu gelten ( ... denn ich bin keiner), es krnkte ihn, da seine Anhnger sich bemhten, sein System zu durchdringen, statt seine Musik wie Musik zu hren, und ihn als unromantischen Intellektuellen bezeichneten, dessen Werk hchstens intellektuell begriffen werden kann, weil er nach seinen eigenen Worten immer schrieb, was er in seinem Herzen fhlte. Er sah auch mit Sorge, da seine jnger und Nachfolger in den Fehler eines Dogmatismus verfielen und die Vorwrfe zum Teil verdienten, die ihm selbst gemacht wurden, da sie das Beherrschen der Zwlftontechnik als Ersatz fr den fehlenden kompositorischen Einfall hielten. Anllich einer Geburtstagsgratulation in seinen letzten Lebensjahren wollte man ihm mit der Mitteilung eine Freude machen, da sich bereits eine hohe Anzahl Komponisten der Dodekaphonik verschrieben htten. Er erwiderte mit der Frage: Und machen die Herren auch Musik? Nation: