# Sachsenlied (Preisend mit viel schönen Reden)

Einleitung

Das Sachsenlied, dessen Anfangszeile "Preisend mit viel schönen Reden" unverkennbar ist, zählt zu den prägnantesten regionalen Hymnen Deutschlands. Als offizielle Landeshymne des Freistaates Sachsen ist es tief in der kulturellen Identität und im kollektiven Gedächtnis der sächsischen Bevölkerung verankert. Die vom Nutzer angegebene Phrase "- Im treuen Sachenland" ist eine populäre, deskriptive Wendung, die den Geist der Treue und Verbundenheit mit Sachsen widerspiegelt, wie er im Lied selbst und in der regionalen Selbstwahrnehmung tief verwurzelt ist, auch wenn sie nicht direkt Teil des offiziellen Textes ist.

Leben der Schöpfer

Das Sachsenlied ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zweier Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts:
  • Georg Wilhelm Schaarschmidt (1791–1861): Der Texter der Hymne war ein evangelischer Pastor und Dichter, der seine tiefe Verbundenheit mit seiner sächsischen Heimat in seinen Werken zum Ausdruck brachte. 1840 verfasste er den patriotischen Text, der die Schönheit der sächsischen Landschaft, die Tugenden ihrer Bewohner und ihre Treue feiert. Schaarschmidt, geboren in Börnchen bei Dippoldiswalde, verbrachte sein Leben im sächsischen Raum und prägte mit seinem Schaffen die regionale Literatur.
  • August Mühling (1786–1847): Die populäre Melodie zum Sachsenlied stammt von diesem vielseitigen Komponisten, Organisten und Dirigenten. Obwohl Mühling seine Karriere hauptsächlich außerhalb Sachsens – in Quedlinburg und später als Domorganist in Magdeburg – verbrachte, erlangte seine eingängige Vertonung von Schaarschmidts Text rasche und weite Verbreitung in Sachsen und darüber hinaus. Mühlings Fähigkeit, Melodien von volksliedhafter Qualität zu schaffen, trug maßgeblich zum Erfolg des Liedes bei.
  • Werk und Entstehung

    Das Sachsenlied entstand in einer Zeit des aufkeimenden deutschen Nationalbewusstseins und regionaler Identitätsbildung, dem Vormärz. Schaarschmidt schrieb den Text "Sachsenlied" 1840, und Mühlings Vertonung setzte sich schnell als die populärste durch. Das Lied ist strophisch aufgebaut, mit einer eingängigen, hymnischen Melodie, die sowohl von Volksliedern als auch von geistlicher Musik inspiriert scheint.

    Der Text lobpreist das "schöne Sachsenland" mit seinen Flüssen, Bergen (insbesondere dem Erzgebirge) und den fleißigen Menschen. Er beschwört einen Geist der Beständigkeit, des Fleißes und der tiefen Heimatliebe. Der Refrain, der oft mit "Glück auf, glück auf, mein Sachsenland! Es lebe unser Heimatland, Unser Sachsenland, treu bis in den Tod!" gesungen wird, bringt die Kernbotschaft der unbedingten Treue und des Stolzes auf die Heimat zum Ausdruck.

    Die vom Nutzer genannte Phrase "Im treuen Sachenland" ist eine oft verwendete Umschreibung oder ein geflügeltes Wort, das die im Lied besungene Loyalität und Standhaftigkeit Sachsens zusammenfasst. Obwohl sie nicht wortwörtlich in allen Strophen des am häufigsten gesungenen Liedtextes vorkommt, ist sie eine treffende Charakterisierung des Geistes, den das Sachsenlied verkörpert und den die Sachsen ihrem Land traditionell zuschreiben.

    Bedeutung und Rezeption

    Die Bedeutung des Sachsenliedes ist vielschichtig und reicht weit über seine musikalische Form hinaus:
  • Symbol der sächsischen Identität: Von seiner Entstehung an avancierte das Lied schnell zu einem zentralen Symbol der sächsischen Identität. Es wurde in Schulen, Vereinen, bei Festen und Feierlichkeiten gesungen und stärkte das Gefühl der Zusammengehörigkeit.
  • Historische Rolle: Im Königreich Sachsen wurde es zu einer inoffiziellen Landeshymne. Während der Zeit der DDR war das offene Bekenntnis zu regionalen Identitäten dieser Art unerwünscht und das Lied wurde nicht offiziell gepflegt. Mit der Neugründung des Freistaates Sachsen nach der Wiedervereinigung wurde das Sachsenlied 1990 offiziell zur Landeshymne erhoben und erlebte eine Renaissance.
  • Kulturelle Präsenz: Heute erklingt das Sachsenlied bei offiziellen Anlässen, Sportveranstaltungen, kulturellen Festen und in schulischen Kontexten. Es ist ein lebendiger Ausdruck der Verbundenheit der Sachsen mit ihrer Geschichte, ihrer Landschaft und ihren Traditionen.
  • Musikhistorische Einordnung: Es steht exemplarisch für die Gattung der regionalen Hymnen und Volkshymnen des 19. Jahrhunderts, die eine wichtige Rolle bei der Konsolidierung lokaler und nationaler Identitäten spielten. Mühlings Melodie zeugt von handwerklichem Können und einem feinen Gespür für die volkstümliche Ästhetik, die ihr eine zeitlose Anziehungskraft verlieh.
  • Das Sachsenlied ist somit mehr als nur eine Komposition; es ist ein klingendes Denkmal sächsischer Geschichte und Selbstverständnisses, dessen tief verwurzelte Botschaft von Treue und Heimatliebe bis heute nachwirkt.