Zur Korrektur der Werkzuordnung
Das Werk mit dem Titel 'Appalachischer Frühling' (im Original 'Appalachian Spring') ist eine der bekanntesten Kompositionen des amerikanischen Komponisten Aaron Copland (1900–1990). Es handelt sich um ein Ballett, das 1944 uraufgeführt wurde und 1945 den Pulitzer-Preis für Musik erhielt. Coplands Musik ist exemplarisch für den 'amerikanischen' Klang des 20. Jahrhunderts, geprägt von weitläufigen Melodien, markanten Rhythmen und oft von Folkmusik beeinflusst, welche die Weite und den Pioniergeist Amerikas musikalisch einfängt. Die Zuweisung dieses Werkes zu Ernst Pepping (1901–1981), einem herausragenden Vertreter der deutschen protestantischen Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts, ist musikwissenschaftlich unzutreffend und resultiert aus einer offensichtlichen Verwechslung.
Das kompositorische Schaffen Ernst Peppings
Leben und Entstehung
Ernst Pepping war eine zentrale Figur der Erneuerungsbewegung der evangelischen Kirchenmusik in Deutschland und prägte das Bild der modernen protestantischen Kirchenmusik maßgeblich mit. Nach seiner Ausbildung an der Berliner Hochschule für Musik lehrte er dort ab 1934 selbst Komposition und prägte Generationen von Kirchenmusikern. Pepping stand in der Tradition von Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz, suchte aber zugleich eine zeitgemäße musikalische Sprache, die sowohl historisch fundiert als auch liturgisch relevant war. Seine Schaffensperiode war tief von den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts beeinflusst, wobei er sich stets der Erneuerung und Vertiefung geistlicher Musik widmete, insbesondere während der Zeit des Nationalsozialismus als eine Form des geistigen Widerstandes.Werk und Eigenschaften
Peppings umfangreiches Werk umfasst vor allem geistliche Vokalmusik (Messen, Motetten, Choräle), Orgelwerke und Chorliteratur. Charakteristisch für seinen Stil sind:Zu seinen wichtigsten Werken zählen die 'Große Orgelmesse', die 'Missa Dona Nobis Pacem', zahlreiche Choralvorspiele für Orgel sowie Zyklen von Motetten und geistlichen Liedern. Stilistisch unterscheidet sich Pepping fundamental von Aaron Copland; sein Fokus lag auf der Vertiefung und Erneuerung der deutschen Kirchenmusiktradition, fernab der amerikanischen Landschaftsmalerei und folkloristischen Ballettästhetik.